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Monthly Archives: December 2017
Omarosa Blasts Reports That She Was Escorted from White House After Chaotic Firing: WATCH
Omarosa Blasts Reports That She Was Escorted from White House After Chaotic Firing: WATCH


Omarosa Manigault said that reports she was escorted from the White House after tripping alarms and trying to gain access to the Trump residence are “100 percent false.”
“I resigned and I didn’t do that in the residence, as is being reported. John Kelly and I sat down in the Situation Room, which is a very secure, very quiet room in the White house and we had a very candid conversation…I like to hear all these interesting tales but I have to tell you that they are 100 percent false. Where are the pictures or videos? If I had confronted John Kelly, who is a very formidable person, it would garner enough attention for anyone in the room to at least take a picture or a video or something.”
Omarosa also suggested that April Ryan, the White House reporter who first reported the high drama, has “attacked her for the last year” and has “a personal vendetta” against her.
NY Post cover shows illustration of Omarosa being dragged out of the White House: “No marosa” t.co/GOcyjr6Qaa pic.twitter.com/R4G7qO9qwF
— The Hill (@thehill) December 14, 2017
Omarosa also denied she tried to gain access to the residence or was escorted off:
“The White House is the most secure place in the world. It is ridiculous to assert that anyone would be able to violate the security parameters that is outlined in the most secure building in the world. Not only it is ridiculous but it is also absurd…I wouldn’t want anyone nonetheless myself, to be able to run around or cause a disruption because it is secure for that reason.”
When asked about the deactivation of her pass by the Secret Service, she claimed that her access was changed and restricted after she said she was resigning.
“I believe that CNN should correct their reporting.”
Watch:
EXCLUSIVE: @omarosa to @michaelstrahan: “I resigned and it will be taking place January the 20th when I leave this very interesting administration.” pic.twitter.com/CscDX94VkB
— Good Morning America (@GMA) December 14, 2017
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Warum ich Obdachlosen Alkohol gebe
Warum ich Obdachlosen Alkohol gebe
Vor ein paar Wochen stand ich an der U-Bahn-Station Landungsbrücken in Hamburg und beobachtete einen Obdachlosen. Er wankte über die Fußgängerbrücke. Ehrlich gesagt konnte er kaum laufen. Jeder Schritt schien seine gesamte Kraft und Konzentration in Anspruch zu nehmen. Aber er schaffte es über die Brücke bis zum Eingang der Station.
Oben im Video: Wie diese Jugendlichen Obdachlosen helfen, sollte uns allen ein Beispiel sein
Er nahm ein paar leere Kisten ins Visier und steuerte darauf zu. Nach mehreren Versuchen schaffte er es schließlich, sich hinzusetzen. Mühsam zog er seinen zerschlissenen Mantel aus und legte ihn für seinen Hund auf den Boden. Dann nahm er einen leeren Plastikbecher in die Hand und fing an, zu betteln.
“Is nur für ne Fahrkarte”, nuschelte er den Passanten entgegen, die ihn zu ignorieren versuchten, während sie über die Brücke liefen und ihre Krägen gegen den kalten Dezemberwind hochstellten. Keiner schenkte diesem Mann auch nur einen Blick. Es war, als hätte er eine Krankheit, die durch Augenkontakt übertragen wird.
Mehr zum Thema: Ich war mit einer Frau zusammen, die von Hartz IV lebte – jetzt weiß ich, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein
Es machte mich sehr traurig. Ich sah den Mann zittern. Ich sah seine schmutzigen Hände, den Speichel, der sich in seinem Bart verfangen hatte und jetzt drohte, einzufrieren. Ich sah seine rote Haut und seine schmutzige Kleidung. Ich sah auch, wie liebevoll er mit seinem Hund umging – dem einzigen Lebewesen, das ihn nicht zu verachten schien.
Ich ging vorsichtig auf den Mann zu. “Ich brauch nur ne Fahrkarte”, sagte er abwesend. Ich kramte ein wenig Geld hervor und ließ es in seinen Becher fallen. Er sah mich an, ohne etwas zu sagen. Dann rappelte er sich auf, nahm das Geld aus dem Becher und taumelte auf den Zeitungskiosk zu. Wenig später kam er mit einer Flasche Bier zurück.
“Die meisten Menschen haben einfach keine Ahnung”
Ich hatte mir schon gedacht, dass er sich von dem Geld kein Essen oder einen heißen Kaffee kaufen würde. Es ist das, was die Menschen von Obdachlosen erwarten. Sie geben ihnen ein wenig Kleingeld, wollen aber nicht, dass sie frei darüber verfügen. Der Obdachlose soll gefälligst die vernünftige Entscheidung treffen und sich nicht schon wieder betrinken. Aber die meisten Menschen haben einfach keine Ahnung.
Sie wissen nicht, unter welchen Umständen Obdachlose leben. Sie wissen nicht, was sie jeden Tag ertragen müssen, mit welchen Ängsten sie zu kämpfen haben. Und sie wissen nicht, wie schwer es in Deutschland wirklich ist, der Obdachlosigkeit zu entfliehen.
Mir war klar, dass dieser schmutzige, zitternde, betrunkene Mann mein Geld nehmen und sich davon Alkohol kaufen würde. Und es hat mir nichts ausgemacht. Im Gegenteil – ich konnte es sogar verstehen.
“Man kann sich doch nur betäuben, um das einigermaßen erträglich zu machen”
Nur zwei Tage bevor ich diesem Mann begegnete, hatte ich mit der Autorin und ehemaligen Obdachlosen Sabrina Tophofen über das Leben auf der Straße gesprochen. Sie hat den Großteil ihrer Kindheit und Jugend auf der Kölner Domplatte verbracht, nachdem sie zuerst von ihren gewalttätigen Eltern und schließlich aus einen Kinderheim geflohen war.
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Auch sie nahm in dieser Zeit Drogen. Anders hätte sie das Leben auf der Straße nicht aushalten können, sagte sie mir. “Man kann sich doch nur betäuben, um das einigermaßen erträglich zu machen.”
Sie erzählte mir von der Verachtung, von den angeekelten Blicken, die man ihr damals zugeworfen hatte. Sie beschrieb die Angst vor der Zukunft, oder auch nur vor der nächsten Nacht. Die Angst vor dem Winter. Die Angst, dass all das vielleicht nie vorbeigehen würde.
“Ich glaube, wenn die Obdachlosen das Leben auf der Straße bewusst und ohne Betäubung erleben müssten, wäre die Selbstmordrate noch viel höher”, sagte sie mit belegter Stimme.
“Ich finde, wir sollten unsere Wohltätigkeit nicht an Bedingungen knüpfen”
Ich denke, sie hat recht. Und ich finde, wir sollten unsere Wohltätigkeit nicht an Bedingungen knüpfen. Jeder Mensch, der auf der Straße lebt, hat einen Grund dafür. Es sind Menschen, die irgendwann in ihrem Leben einmal gestolpert sind und die nicht das Glück hatten, von ihrer Familie, Freunden oder dem Staat aufgefangen zu werden.
Ich weiß, viele von euch glauben, dass Obdachlose nicht trinken sollten, weil sie es sonst nie schaffen, von der Straße wegzukommen. Vielleicht stimmt das sogar. Aber mit dem Alkohol ist es wie mit jeder anderen Sucht. Nur wer eine Perspektive hat, kommt davon los. Nur wer glaubt, dass es eines Tages besser wird, kann damit aufhören. Woher sonst soll die Motivation kommen?
“Eine Wahl zu haben ist ein Luxus. Das ist den wenigsten Menschen bewusst”
Viele Obdachlose haben längst den Glauben daran verloren, dass irgendjemand ihnen hilft – oder sie auch nur bemerkt.
Wenn ihr das nächste Mal einem Menschen begegnet, der kein zu Hause hat, haltet inne und macht euch Folgendes klar:
Das wenige Geld, das sie von uns Vorbeieilenden bekommen, können sie nutzen, um wenigstens ansatzweise so etwas wie Freiheit zu fühlen. Die Freiheit zum Beispiel, selbst entscheiden zu können, was sie essen möchten – und nicht das essen zu müssen, was die Suppenküchen ausschenken. Oder die Freiheit, sich zu betrinken, die jedem Menschen in unserem Land zusteht.
Mehr zum Thema: Wie Jobcenter-Mitarbeiter dafür sorgen, dass Menschen ihre Wohnung verlieren
Es mag euch vielleicht lächerlich vorkommen, aber eine solche Freiheit bedeutet Menschenwürde. Eine Wahl zu haben, ist ein Luxus. Das ist den wenigsten Menschen bewusst.
Bitte, macht es euch bewusst. Und dann gebt von Herzen – oder lasst es sein.
www.huffingtonpost.de/entry/obdachlos-alkohol-geben_de_5a3285bfe4b091ca2685e39f
The Biggest Beauty Trends In Different Regions Of The UK, According To Amazon Fashion
The Biggest Beauty Trends In Different Regions Of The UK, According To Amazon Fashion
Turns out we’re not all united when it comes to our beauty choices, there are big differences in the products we hanker after depending on where we live.
Amazon Fashion has compiled a list of the biggest grooming trends per region in the UK.
This line-up reveals how the nation beautifies itself in time for the Christmas season.
Bristol: Vegan mascara.
Bristol was voted the eco capital of Europe in 2015 and has managed to retain its title since.
Thus it’s not surprising that the most popular item for this region is a vegan beauty product.
Cardiff: Natural clear mascara and eyebrow styling gel.
Cardiff dwellers prefer a more natural aesthetic, choosing natural clear mascara and eyebrow gel to lengthen and strengthen for ultimate batting power.
Our friends up north like to stand out, with Coffin nails, Indian healing clay and mermaid glitter.
Glasgow: Men’s anti-shine powder.
Men’s anti-shine powder has gone up in sales by 300% in this area, according to Amazon, so you can expect your Glaswegian friends to be looking wonderfully matte in festive photos.
Liverpudlians like to look nice and tanned so their products of choice are self-tanning mousse and a post-tan protective onesie.
London: Men’s sea salt spray and Korres party survival kit
Its not surprising that styling spray made it somewhere on this list.
This Men’s sea salt spray is an apt staple for style-conscious men.
And with a calendar of endless events, seems Londoners don’t want to take their chances with their beauty habits so tend to opt for the Korres Party Survival Kit.
Manchester: Men’s caffeine shampoo and facial hair colour.
Mancunian males like to show off their manes after pampering with caffeine shampoo and touching up using moustache and beard facial hair colour. Who doesn’t?
Pressed powder is Newcastle’s most popular beauty item and, in our humble opinion, should be nationwide.
Nottingham: Conditioning foam perm.
According to Amazon, the 80s look is set to make a huge comeback in 2018 after it was seen heavily featured on catwalks during London Fashion Week.
Kudos to Nottingham for being ahead of the curve and latching on to this fabulous conditioning foam perm.
Oxford: Cream foundation contour palette
Those dwelling in the university city are apparently partial to a bit of contour.
Namely, the cream foundation contour palette, which can be found on Amazon.
At £3.36, it’s not surprising this is a go-to product.
www.huffingtonpost.co.uk/entry/beauty-trends-region-christmas_uk_5a325e93e4b07ff75b007b2b
Two of Trump’s Worst Judicial Nominations Derailed
Two of Trump’s Worst Judicial Nominations Derailed

Truly terrible nominees Jeff Mateer and Brett Talley won’t be confirmed to the federal courts, but other problematic nominations are proceeding.
www.advocate.com/politics/2017/12/14/two-trumps-worst-judicial-nominations-derailed
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New York Attorney General Urges Delay of Net Neutrality Vote After Identifying 2 Million Fake Comments to FCC
New York Attorney General Urges Delay of Net Neutrality Vote After Identifying 2 Million Fake Comments to FCC


The FCC is expected to vote today to do away with net neutrality rules in a dismantling that would change the internet as we know it, allowing providers to charge more for higher quality to consumers and block websites.
New York Attorney General Eric Schneiderman is urging a postponement of the vote after more than 2 million fake comments to the FCC were identified.
His office put out a press release yesterday:
“Millions of fake comments have corrupted the FCC public process – including two million that stole the identities of real people, a crime under New York law,” said Attorney General Schneiderman. “Yet the FCC is moving full steam ahead with a vote based on this corrupted process, while refusing to cooperate with an investigation. As we’ve told the FCC: moving forward with this vote would make a mockery of our public comment process and reward those who perpetrated this fraud to advance their own hidden agenda. The FCC must postpone this vote and work with us to get to the bottom of what happened.”
To date, over 5,000 people have filed reports with the Attorney General’s office regarding identities used to submit fake comments to the Federal Communications Commission on the repeal of net neutrality, on which the FCC is scheduled to vote tomorrow, December 14, 2017. People can check whether their identity was misused and report it to the Attorney General’s office at ag.ny.gov/FakeComments. Examples of the over 5,000 reports already submitted to the Attorney General’s office can be found below.
Attorney General Schneiderman’s latest analysis shows that as many as two million comments misused the identities of real Americans, including over 100,000 comments per state from New York, Florida, Texas, and California. A map can be found below, highlighting the number of fake comments submitted using stolen identities by state.
Despite widespread evidence that the public comment process was corrupted, the FCC’s General Counsel has said that the agency will not cooperate with the Attorney General’s investigation into the impersonation of New Yorkers, and that it will move forward with tomorrow’s scheduled vote.
CNET adds: “Schneiderman is just one of many of vocal opponents to the proposed rollback of the 2015 rules. The plan — spearheaded by FCC Chairman Ajit Pai, who was elevated to that job by President Donald Trump earlier this year — would roll back the 2015 protections, which prohibited broadband providers from blocking or slowing traffic. The rules also banned them from charging companies like Netflix to reach their customers faster than their competitors.”
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Time For Action Against Shameless, Irresponsible Lenders Boosting Their Profits At The Expense Of Financially Vulnerable Customers
Time For Action Against Shameless, Irresponsible Lenders Boosting Their Profits At The Expense Of Financially Vulnerable Customers
Given the huge importance of the credit card industry, the Financial Conduct Authority is right to look at its impact on consumer borrowing.
However, its proposals fall a long way short of fixing what is a broken market for those battling to pay off debt – a problem often exacerbated by sky-high interest charges.
Research by Citizens Advice reveals that nearly six million people had their credit limit increased without their consent last year. Worryingly, almost a third of those showing signs of struggling with cash problems were given a rise in their limit.
Only one in four credit card holders who were given a higher limit actually asked for it.
Customers trying to deal with debts were more likely to receive an increase as those in a better financial position.
And, 32% of credit card holders who were worried they could not repay their debts received an increase, compared to 23% of those who were confident they would be able to repay them.
The average rise in credit card limits was nearly £1,500, although one in ten received increases of £3,000 or more.
The research by Citizens Advice also shows that 48% of those finding their debts to be a heavy burden increased their spending following an unsolicited limit increase, compared to a third overall all. The FCA found that consumers who received a limit increase saw their balance increase by almost £500 at the end of the year.
These alarming findings appear to be shameless and irresponsible attempts by lenders to boost their profits at the expense of financially vulnerable customers.
This recklessness from the banking system is shared by the Government which has done little to deal with the deeply concerning problem of consumer indebtedness and the risk it poses to the wider economy.
There is clearly support for action as 85% of people do not believe that credit card companies should be able to make unsolicited increases to credit card limits.
Yet the FCA confirmed today that it won’t use its powers to end this practice, and has instead reached a voluntary agreement with credit card providers.
As part of this, lenders, will start asking new customers for their consent before raising limits, and give them the option to receive uninvited increases.
However, this approach is heavily reliant on consumers making accurate predictions about the state of their future finances – something that we know is very difficult, especially in the current economic climate.
While millions of existing customers will be given the option to ask their lender to require their consent, they will still receive unsolicited increases by default.
This is simply not good enough. People tend to stick with default options, meaning the problem and the risks will remain unresolved.
The voluntary agreement also includes a promise that borrowers who have been in persistent debt for over 12 months will stop getting unsolicited limit increases.
Although this is a welcome step, in practice it will only apply to a small number of people (those who are paying more in interest and charges than capital) and will exclude people who might be struggling but do not yet meet the definition of persistent debt.
Lenders have a responsibility to provide support to customers to help them clear their debts, rather than exacerbating their debt problems. Consumer credit grew by nearly 10% in the past year and is now at an eye-watering £205bn.
Credit cards account for a more than a third of this – and have been a driver of this worrying rise in debt along with personal contract purchase plans for cars.
Total household debt as a percentage of GDP (including mortgages) is approaching levels seen before the crisis, and has since late 2015 grown from 133% to 140% this year.
Insecurity in the jobs market, soaring inflation and stagnant productivity have meant that most people have not seen a real term wage increase since before the crisis.
Following the Office for Budget Responsibility’s productivity downgrade in November, the Institute for Fiscal Studies estimates that wages will still be below their 2008 level in 2022.
The Government need to do more to ensure that wages start to rise again and benefits for those who are on low pay, disabled or out of work start to rise in line with the cost of living.
Whilst real incomes have fallen, the consumer spending that has fuelled growth has been increasingly funded by unsustainable levels of personal debt, storing up huge risks for the future.
The debt burden increasingly falls on consumers. With little competition in the market and the lack of regulation, banks and credit card companies are more than happy to take advantage.
Action is needed, but disappointingly the FCA’s proposed remedies fall woefully short of what is required. I encourage them to correct this when they publish their final policy statement next month.
Rachel Reeves is the Labour MP for Leeds West and chair of the Business, Energy and Industrial Strategy Committee
www.huffingtonpost.co.uk/entry/fca-debt-burden_uk_5a3269fbe4b091ca2685a3b2
46 Photos of Men Who Like It When You Look
46 Photos of Men Who Like It When You Look
www.advocate.com/photography/2017/12/14/46-photos-men-who-it-when-you-look
Warum Kinder, die keine Spielsachen zu Weihnachten bekommen, einen entscheidenden Vorteil im Leben haben
Warum Kinder, die keine Spielsachen zu Weihnachten bekommen, einen entscheidenden Vorteil im Leben haben

- 465 Euro wollen die Deutschen dieses Jahr durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke ausgeben
- Doch viele Experten warnen: Eine Spielzeugflut an Weihachten schadet der Kindesentwicklung
- Sie verraten auch, was Kinder wirklich brauchen und was wir stattdessen verschenken können
Was gibt es Schöneres an Weihnachten als leuchtende Kinderaugen, wenn sie den Berg an Geschenken neben dem Weihnachtsbaum erblicken? Die Kleinen wühlen sich sofort hektisch durch den Pakethaufen und laufen dann mit den ausgepackten Spielsachen hin und her.
Für echte Freude bleibt allerdings keine Zeit – bei der Flut an Geschenken wissen die Kinder gar nicht, womit sie zuerst spielen sollen.
Dem ganzen Überfluss weicht schließlich ein Gefühl der Leere. Und das Leuchten in den Augen erlischt.
Ist Weihnachten überhaupt noch ein Fest des Kindes?
Weihnachten – eigentlich ein Fest für die Kinder – ist mehr und mehr zu einem Fest der Spielwarenindustrie geworden: Laut Umfrageportal Statista planen die Deutschen dieses Jahr, im Durchschnitt 465 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Bei den Präsenten für Kinder wird das meiste Geld – wenig überraschend – in Spielsachen investiert.
“Ein Kind, das zehn Dinge auspackt, hat keine Freude an jedem einzelnen, weil es nicht weiß, welchem es sich zuwenden soll.”
Svenja Lüthge
Dabei zeigen immer mehr Studien, dass zu viele Spielsachen den Kindern eher schaden. Auch Experten warnen vor einer Geschenkeflut: “Mit zu vielen Geschenken sind Kinder überfordert”, sagt die Psychologin Svenja Lüthge im Interview mit der HuffPost. “Ein Kind, das zehn Dinge auspackt, hat keine Freude an jedem einzelnen, weil es nicht weiß, welchem es sich zuwenden soll.”
Und mit dem Verlust der Freude – die Eltern mit den Geschenken eigentlich auslösen wollten – verschwindet auch die Fähigkeit, das Schenken als großzügige Geste wertzuschätzen und der eigentliche Sinn des Weihnachtsfests geht irgendwo in der Geschenkeflut flöten.
Gemeinsame Zeit schenken – statt einem zehnten Plüschtier
Ganz anders ist es bei Kindern, die keine Spielsachen zu Weihnachten bekommen: Sie sind nicht mit materiellen Dingen beschäftigt und können die gemeinsame Zeit mit der Familie genießen. Denn statt Spielzeug liegt dann zum Beispiel ein tolles, abendfüllendes Spiel unter dem Weihnachtsbaum, das man gemeinsam ausprobieren kann.
Dazu können Eltern Gutscheine für Ausflüge, Konzerte oder andere Veranstaltungen verschenken. Oder auch schöne Kleidungsstücke oder Bücher für die Älteren oder Bastel- und Kochsachen für die Jüngeren, die sie sofort ausprobieren können. Aber eben nicht im Übermaß.
So können Familien Zeit miteinander verbringen, das Kind kann das Geschenk sofort ausprobieren und hat noch längere Zeit etwas davon.
Das heißt natürlich nicht, dass ein Kind kein Spielzeug besitzen soll – aber die meisten Kinder besitzen sowieso schon unzählige Spielsachen. Und was nützt ihnen ein dritter Ball, eine fünfte Puppe oder ein zehntes Plüschtier?

Zu viele Spielsachen schaden der Kindesentwicklung
Genau – nichts. Vielmehr schadet es ihnen. Eine neue Studie der University of Toledo im US-Bundesstaat Ohio zeigt, dass Kleinkinder, die mit weniger Spielsachen beschäftigt sind, länger und kreativer spielen. In einem Experiment gaben die Forscher 36 Kleinkindern bei einem Versuch nur vier Spielsachen, bei einem weiteren hingegen 16.
“Wenn sie weniger Spielsachen zur Verfügung haben, beschäftigen sich Kleinkinder über einen längeren Zeitraum mit einem Spielzeug, was ihnen erlaubt, sich besser auf das Entdecken zu fokussieren und kreativer zu spielen, schreiben die Forscher in einem Statement zur Studie. “Diese Beobachtung kann als Empfehlung gesehen werden, um die Kindesentwicklung und ein gesundes Spiel zu fördern.“
Ein gesundes Spiel – damit meinen die Forscher selbstbestimmtes, konzentriertes Spielen – ist für die Kindesentwicklung essentiell, denn so lernen sie alles, was sie später im Leben brauchen: Konzentrations– und Problemlösungsfähigkeiten, schnelles Lernen und Kreativität. Darin sind sich viele Experten einig.
Mittlerweile lautet die Devise: Nur noch weg von der Spielsachenflut, die Kinder statt Freude nur Überforderung bereitet.
“Ihre Eltern haben es nicht geschafft, eine starke Beziehung zu ihnen aufzubauen“
So wagten Wissenschaftler bei einer älteren deutschen Studie einen radikalen Ansatz mit spielzeugfreien Kindergärten. Stattdessen ließen sie die Kinder miteinander spielen. Anschließend interviewten sie 20 pädagogische Mitarbeiterinnen, die Spielzeug für einen bestimmten Zeitraum aus ihren Gruppen entfernt hatten.
Die Erzieherinnen bestätigten, dass die Kinder nach anfänglicher Verwirrung kreativer und interaktiver gespielt sowie bessere Konzentrationsfähigkeiten gezeigt hätten.
Auch Armin Krenz, Wissenschaftsdozent für Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie, beobachtete ähnliches: “Ich habe schon viele Kinder erlebt, die ein Spielzimmer voller Sachen haben und sagen ‘Mir ist so langweilig’“. Er zieht daraus eine bittere Erkenntnis: “Ihre Eltern haben es nicht geschafft, eine starke Beziehung zu ihnen aufzubauen, durch die das Kind in eine Selbstaktivität findet.”
Das heißt, für ein Kind ist eine starke liebevolle Zuwendung durch die Eltern wichtiger als Spielsachen: So stehen Kinder mit weniger Spielsachen, aber tieferer Elternbindung am Schluss besser da.
“Der Schlüssel zu einer glücklichen Kindheit: eine gelungene Bindung an und durch die Eltern”
Astrid von Friesen
Kinder brauchen vor allem Zuwendung
“Statistisch gesehen gibt es auf die Frage, was der Schlüssel zu einer glücklichen Kindheit und einem ebensolchen Leben ist, nur eine Antwort: eine gelungene Bindung an und durch die Eltern, speziell an die Mutter”, sagte die Erziehungswissenschaftlerin und Psychotherapeutin Astrid von Friesen der HuffPost.
“Eltern entschlüsseln bestenfalls das kindliche Weinen, das Murren von Fünfjährigen, den Trotz des Zwölfjährigen und stopfen ihnen nicht gleich den Mund oder die Ohren und Augen zu mit Süßigkeiten und Mediennutzung als Ablenkung”, schreibt sie in ihrem Buch “Von Aggression bis Zärtlichkeit – Ein Erziehungs-Alphabet.”
Mit liebevoller Zuwendung und gemeinsam verbrachter Zeit erreichen Eltern für ihre Kinder mehr als mit jedem zusätzlichen Spielzeug, auch wenn es noch so gut gemeint ist. 18 tolle Geschenkalternativen stellt die sechsfache Mutter Rachel Jones in einem Blog vor.
Denn diese fördern Interessen und Hobbys bei Kindern, muntern Familien dazu auf, mehr Zeit miteinander zu verbringen und zeigen den Kleinen, was an Weihnachten wirklich wichtig ist.
(jds)

